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Die Geschichte unserer Füße                                            >>> zurück zur Themen- Auswahl

Inhaltsverzeichnis:

Barfuß laufen befreit die Füße

Unsere Füße sind widerstandsfähig, leistungsfähig und höchst sensibel, ein hochfunktionales Kunstwerk der Natur. Aber durch enges, unbequemes Schuhwerk werden sie ihrer Bewegungsfreiheit beraubt, die Muskulatur bildet sich zurück und die Füße können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Barfußlaufen in der Natur, am Meer im Wasser ist eine der einfachsten und besten Therapiemethoden.

Beim Barfußlaufen zwingt uns der Untergrund zu einer gesunden Fußhaltung. Das Gewicht wird automatisch von der empfindlicheren Wölbung auf die unempfindlichen Außenkanten der Füße verlagert. Dazu stützt man sich kräftig mit den Zehen ab und richtet das Fußgewölbe auf.

Einen Nutzen bringt auch die Temperatur. Die Reize unterstützen den Körper bei der Wärmeerzeugung und stärken so die Abwehrkräfte. Eine halbe Stunde Barfußlaufen auf kühlem Grund reicht aus, um die ganze Nacht warme Füße zu haben. Diese Wärme breitet sich über den ganzen Körper aus und lässt Erkältungskrankheiten kaum eine Chance. 
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Mit den Füßen voran begann die Evolution

Vor rund 38 Millionen Jahren begann der Mensch sich aufzurichten. Ihre Füße benutzten die frühesten Homonoiden zunehmend als reines Fortbewegungsmittel - Affen hingegen halten und greifen mit Füßen genau wie mit Händen. Bei den Menschen veränderte sich langsam die Form der Füße. Die Großzehe legte sich an, das Fersenbein verstärkte sich und das Fußgewölbe bildete sich aus. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannten Forscher, dass die Anatomie des Fußes für die Entwicklung des Menschen entscheidend war. Das Gehirn wurde erst zu rasantem Wachstum angeregt, als der Mensch bereits aufrecht gehen und seine Hände frei benutzen konnte. Trotzdem herrschte im 20. Jahrhundert wieder die Forschermeinung, dass die Entwicklung des Gehirns die Evolution des Menschen ausgelöst habe. In den letzten Jahrzehnten fand man jedoch immer mehr Ausgrabungsstücke, die die Theorie von die Vorreiterrolle der Füße belegen. Heute ist klar: Mit den Füßen voran begann das Projekt Mensch. >> nach oben

Der gesunde Gang - ein verlorener Schatz

Der gesunde Gang geht den meisten Menschen im Laufe des Lebens verloren. Künstliche flachen Böden, asphaltierte Straßen und Wege und falsches Schuhwerk machen zu schaffen. Zehen sind normalerweise sehr beweglich und gleichen Unebenheiten des Untergrunds aus. Sie helfen, das Körpergleichgewicht zu halten. Zuviel Einschränkung dieser Bewegung lässt aber nach und nach ihre Flexibilität schwinden. Verpackte Füße können nicht auf unterschiedliche Bodenverhältnisse reagieren, die stabilisierende Fußmuskulatur verkümmert. Viele Menschen neigen dazu, in den Schritt hinein zu fallen. Dabei muss das Skelett das ganze Gewicht abfangen. Alles in allem: eine Strapaze nicht nur Füße und Beine, sondern auch für den Rücken. 
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Die Geschichte unserer Füße

Meist schätzen wir unsere Füße gering. Das haben sie aber überhaupt nicht verdient. Denn sie sind ein ganz besonderer Körperteil. Wenn man es genau nimmt, haben sie die Evolution des Menschen angeführt. Lange glaubten die Wissenschaftler, dass das Gehirn das wesentliche Merkmal sei, damit sich aus den Affen Menschen entwickelten. Erst im 20. Jahrhundert erkannten sie mit Hilfe früher Menschenknochen, dass in Wirklichkeit die Füße sich zuerst entwickelt hatten, spätestens vor knapp vier Millionen Jahren. Die menschlichen Füße sahen schon damals aus wie unsere Füße heute und sie unterschieden sich stark von den Füßen der Affen. Der große Zeh steht bei den Affen ab und sie haben kein Fußgewölbe. Bei den Menschen wurde die Großzehe angelegt, es bildeten sich zwei Gewölbe und ein stärkeres Fersenbein aus.

Das hat seinen Grund: Die Affen benutzen als Waldbewohner ihre Füße zum Greifen, Hangeln und nur gelegentlich zum Laufen. Die frühen Menschen hingegen zogen in die Savanne. Dort mussten sie die Gegend überblicken, sich mit Werkzeugen gegen wilde Tiere kämpfen oder diese verarbeiten können. Viele gute Gründe also um sich aufzurichten. Dabei musste nun der Unterleib die ganze Last tragen. Deshalb veränderte sich langsam die  Konstruktion der Hüftknochen, der Beine, aber vor allem der Füße. So wurden die Füße ein biologisches Kunstwerk, ein Vorbild an Statik.
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Der Fuß besteht aus 26 Knochen und 31 Gelenken. Er läßt sich auch gut in drei Teile gliedern: den Vorfuß mit den Zehen, den Mittelfuß und den Rückfuß mit Fersenbein und  Sprungbein. Das besondere am Fuß ist, dass seine Knochen regelrechte Gewölbe bilden. Und die sind so ausgeklügelt, dass die enorme Last des Körpergewichts optimal verteilt und abgefangen wird. Ein Gewölbe spannt sich längs zwischen Ferse und Zehballen - und eines quer. Dieses befindet sich im Mittelfuß zwischen den beiden Außenkanten. Diese Gewölbe müssen natürlich stabil bleiben. Dafür sorgen eine Vielzahl von Bändern und Muskeln. Sie halten den Fuß zusammen, machen ihn beweglich und helfen, Stöße zu dämpfen. >> nach oben

Die Kunst des Gehens

Damit die Füße lange leistungsfähig bleiben, müssen Muskeln und Bänder trainiert werden. Am besten ist es, wenn man über unebene Böden geht, so wie das in der Natur eigentlich normal ist. Dadurch werden alle Muskeln beansprucht, sie müssen die Unebenheit ausgleichen. Das trainiert die Muskeln an den Füßen, aber auch an den Beinen und am Rücken. Leider gehen wir heute aber viel häufiger über aalglatte Flächen, z.B. den Asphalt unserer Straßen und Bürgersteige. Das unterfordert die Füße und schadet ihnen sogar auf die Dauer. Nicht nur die Muskeln verkümmern; wir sind auch dabei, unsere Feinmotorik zu verlieren. Das sieht man zum Beispiel an unseren Kindern: Ärzte stellten bei den Schuleingangsuntersuchungen der letzten Jahre fest, dass es viele Kinder nicht mehr schaffen, vorwärts auf einem Strich entlang zu balancieren. Rückwärts sieht's noch schlechter aus. Auch im Hüpfen sind Kindergartenkinder heute schlechter als noch in den 70er Jahren. 1974 hatte von 100 Kindern noch keines Bewegungsstörungen, 1996 waren es bereits 15. Das zeigt eine Untersuchung des kinderärztlichen Gesundheitsdienstes im Kreis Neuss. Und da wundert man sich auch nicht mehr, dass Sturzunfälle in Deutschland mit siebenhunderttausend Fällen pro Jahr die häufigste Unfallart im Kindesalter sind – eine entscheidende Ursache dafür liegt in der mangelnden Bewegung, so sehen das Experten.

Außerdem verlieren wir langsam die ursprünglichste unserer Fähigkeiten: unseren Gang. Unsere Schritte sind mittlerweile oft viel zu groß und die Abstimmung zwischen Beinarbeit und Vorwärtsbewegung stimmt nicht mehr. Wir lassen den Körper bei jedem Schritt nach vorn fallen und fangen ihn mit den Beinen ab. Die Muskeln werden dabei allerdings kaum gefordert. Unser Knochengerüst und unsere Gelenke dagegen werden bei dieser Gehweise völlig durchgeschüttelt. Besonders die Gelenke und die Wirbelsäule leiden unter den Stößen. Wenn man einen gesunden Gang analysiert, sieht man leicht, worauf es ankommt. Die Schritte sind kleiner und die Beine werden ohne Gewicht nach vorn gesetzt. Dafür werden die Beinmuskeln aktiviert. Das Körpergewicht folgt erst, wenn die Füße angekommen sind, dabei bleibt die Wirbelsäule gerade. So können die Muskeln den Körper auffangen und die Knochen werden geschont. Die Ferse stößt nicht hart auf den Boden, sondern der ganze Fuß wird flächig und weich aufgesetzt.
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Quelle: www.hobbythek.de

Schuhe als Ursachen für Fußerkrankungen

Hohlfüße werden paradoxerweise oft durch orthopädische Einlagen in der Kindheit erzeugt, wenn fälschlicherweise bei dem Kleinkind Plattfüße diagnostiziert werden. Ausgeprägte Fehlstellungen erkennt man auch ohne Röntgenbild – einfach am Fußabdruck. Einen einfachen Fußabdruck bekommen sie, wenn Sie ihre Füße gleichmäßig mit Farbe bestreichen und dann über Papier laufen. Als Farbe eignen sich Wasserfarbe oder Körpermalfarbe. Für einen ersten Eindruck sind das schon recht gute Methoden. Ärzte nehmen natürlich genauere Abdrücke. Sie bilden den Fuß z.B. mit Trittschaum ab. Daraus entsteht dann ein richtiges dreidimensionales Relief.


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